Informieren Sie sich in unserem Video über die Rettung des Dickkopfweizens:



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    Der Dickkopfweizen, hier während der Blüte, ...

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    ... wird am Tannenhof in Metzingen ...

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    ... von Landwirt Heinrich Bazlen angebaut.

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    Erdmute Veit-Murray und Prof. Jan Sneyd starten 2008 den ersten Versuchsanbau.

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    Produktionsleiter Norbert Wiese begutachtet die ersten Wachstumsschritte.

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    Prof. Sneyd kontrolliert beständig die Qualität.

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    Im Jahr 2015 ...

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    ... können bereits 28 Tonnen geerntet werden.

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    Das Dickköpfle-Vollkornbrot – ein saftiger Genuss!

Informationen rund um das Projekt:


Der Dickkopfweizen, eine Kreuzung aus Dinkel und Weizen, wurde in den letzten Jahren von Prof. Dr. Jan Sneyd, pensionierter Professor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Zusammenarbeit mit dem Bäckerhaus Veit rekultiviert, nachdem er fast vom Aussterben bedroht war.

2011 wurde der Schwäbische Dickkopf-Landweizen in die Rote Liste der bedrohten, heimischen Nutzpflanzen aufgenommen.

2013 erhielt der Schwäbische Dickkopf-Landweizen die verdiente Aufnahme in die Arche-Passagier-Liste von Slow Food.

Im Frühjahr 2015 wurde der Dickkopfweizen vom Bundessortenamt als Erhaltungssorte eingetragen.

Vom Ende des 19. Jahrhunderts an prägten die so genannten Dickkopfweizen neben dem Dinkel bis in die 50er-Jahre dieses Jahrhunderts die süddeutsche Landwirtschaft. In Konkurrenz mit den ertragreicheren Weizenhochzuchtsorten ging der Dickkopfweizen als Anbauprodukt unter und geriet in Vergessenheit. Es ist dem pensionierten Professor Jan Sneyd zu verdanken, dass er nicht gänzlich ausstarb. Prof. Sneyd vermehrte in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bäckerhaus Veit einen äußerst seltenen, qualitativ hochwertigen „Dickkopfgenotyp“, dem man den Namen „Schwäbischer Dickkopf-Landweizen“ gab. Mit dieser Bezeichnung wird er in der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten, einheimischen Nutzpflanzen geführt (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Bonn, Zentrum biologische Vielfalt). Der Ertrag des Dickkopfweizens liegt deutlich unter Hochzuchtsorten. Die Dickköpfle-Backwaren haben einen eigenen, leicht nussigen Geschmack.

„Aus den bisherigen Analysen geht hervor, dass die Proteingehalte und -qualität hoch bis sehr hoch sind. Mineralstoffgehalt, Mehlausbeute und Vollkornanteil sind nach den repräsentativen Analysen der Ernten gut bis sehr gut. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an Carotinoiden im Vergleich mit gängigen Weißmehlsorten. Die Dickkopfweizen-Körner enthalten außerdem überdurchschnittlich viele Antioxidantien, die dazu beitragen können, die so genannten schädlichen freien Radikalen zu neutralisieren, die beim Stoffwechsel im Körper entstehen“, so Prof. Sneyd.

Seit 2014 wird der Dickkopfweizen für das Bäckerhaus Veit bei Landwirt Heinrich Bazlen auf dem Tannenhof in Metzingen angebaut. Landwirt Martin Schnerring gebührt unser Dank für die Vermehrungsarbeit in den Jahren 2008 bis 2013, als der Dickkopfweizen am Haldenhof Beuren ausgesät wurde. Bei Herrn Schnerring wird zwischenzeitlich Richards Rotkornweizen angebaut. Seit 2017 kümmern sich zwei Landwirte um den Dickkopfweizen, Heinrich Bazlen in Metzingen und Bernd Huber in Bempflingen. Die Anbaufläche wird von Jahr zu Jahr leicht vergrößert.

Weitere Informationen zum Schwäbischen Dickkopf-Landweizen finden Sie auch in Wikipedia.

Der Dickkopfweizen bekommt eine eigene Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren:
Dickkopfweizen-Story oder wie man eine alte Sorte rettet

Im Freilichtmuseum in Beuren steht in der Saison 2017 das Thema „Alte Sorten“ im Fokus. Dies ist ein zentraler Beitrag zum geplanten, zukünftigen Ausbau des regionalen Freilichtmuseums zum „Erlebnis- und Genusszentrum für alte Sorten“. Mit „alten Sorten“ sind Nutzpflanzensorten gemeint, die für unsere kulturellen Traditionen und die biologische Vielfalt bedeutsam sind.

Die neue Ausstellung „Die Dickkopfweizen-Story oder wie man eine alte Sorte rettet“ wird an prominenter Stelle im Eingangsbereich des Freilichtmuseums, im Haus Öschelbronn, gezeigt. Die Ausstellung wird von Prof. Dr. Jan Sneyd, Emeritus der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und ausgewiesener Kenner alter Nutzpflanzensorten, in Kooperation mit dem Freilichtmuseum Beuren und dem Bäckerhaus Veit erarbeitet. Der Schwäbische Dickkopf-Landweizen, ehemals vom Aussterben bedroht, erhielt dank des Engagements von Prof. Dr. Jan Sneyd in Zusammenarbeit mit dem Bäckerhaus Veit 2013 die Anerkennung als Slow Food Arche-Passagier, somit als schützens- und erhaltenswerte, alte Sorte. In der Ausstellung wird gezeigt, wie mühsam, doch letztlich von Erfolg gekrönt, diese historische, regional relevante Sorte gerettet werden konnte.

Sieben Themenbereiche, von der einstigen Getreidevielfalt über das Verschwinden der alten Sorten bis hin zum Erhalt, speziell des Dickkopfweizens, werden hier präsentiert. Der Bedeutung und Rolle von Genbanken zur Rettung alter Sorten wird ein eigener Bereich gewidmet.

Weitere Informationen zu der Ausstellung erhalten Sie hier.

Wir freuen uns, dass der Schwäbische Dickkopf-Landweizen im Herbst 2015 mit der Veröffentlichung der aktuellen, beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes Hannover die offizielle Anerkennung als Erhaltungssorte bekommen hat.

Zulassungsurkunde >

Probieren Sie das sehr saftige Dickköpfle-Vollkornbrot mit Dickkopfweizen und Dinkel und das leckere Dickköpfle-Walnuss-Krusti mit Ermstäler Walnüssen. Neu ab Oktober 2016: Heller Dickkopf, ein Brot mit 100% Dickkopfweizen, und Kleiner Dickkopf, unser neues Brötchen mit Dickkopfweizen!

Wir können nicht alle Dickköpfle-Backwaren immer anbieten, dafür reicht die Erntemenge leider noch nicht aus – bitte achten Sie daher auf unsere Wochenangebote.

  • 20. bis 23. April 2017
    Slow Food Messe in Stuttgart

  • 18. bis 21. Mai 2017
    Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg

  • 23. Juli 2017
    Neigschmeckt Markt in Reutlingen

  • 29. August bis 5. November 2017
    Dickkopfweizen-Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren

  • 24. September 2017
    12. Arche Markt / Slow Food Tag in Beuren

  • 29. Oktober bis 1. November 2017
    Schön & Gut Messe in Münsingen

Ernte 2017
Enttäuschende Ernte beim Schwäbischen Dickkopf-Landweizen mit nur 10 Tonnen

Im Frühjahr und auch noch im Juni stand der Dickkopfweizen so gut auf den Feldern in Metzingen und Bempflingen, eine wahre Freude. Wir haben mit 30 Tonnen Ernteertrag gerechnet. Im gesamten Erntezeitraum Ende Juli spielte das Wetter dann verrückt. Es kam immer wieder zu Regenschauern, bei gleichzeitig warmer Temperatur. Landwirt Huber in Bempflingen gelang es, seine Ernte sehr frühzeitig, noch vor den tagelangen Regengüssen, einzuholen. Die Körner sind hier zwar etwas kleiner, aber die Qualität ist in Ordnung. Landwirt Bazlen aus Metzingen war dieses Glück nicht beschieden. Die Abreife fand dort etwas später statt. Es gelang ihm durch mühsames, partienweises Dreschen zwischen den Regenfällen und anschließendem Trocknen auf dem Hänger 10 Tonnen Dickkopfweizen in guter Qualität zu ernten. Die zweite Erntepartie, die am 29. und 30. Juli eingebracht wurde, mit insgesamt 20 Tonnen, hatte bereits offenen Auswuchs und ist komplett nicht als Brotweizen zu verbacken, sondern nur als Futterweizen zu verwenden. Das heißt für uns, dass 2/3 der Ernte verloren ist und wir nur 10 Tonnen für die Wiederaussaat und zum Backen zur Verfügung haben. Ein sehr enttäuschendes Ergebnis für uns alle. Vertragsanbau ist keine einfache Sache und mit hohen Risiken behaftet.

Ernte 2016
Gute Ernte beim Schwäbischen Dickkopf-Landweizen mit 25 Tonnen

Ende Juli konnte der Dickkopfweizen am Tannenhof Metzingen geerntet werden, trotz vorheriger schwieriger Witterung. Wir freuen uns mit Landwirt Heinrich Bazlen und Prof. Sneyd über die diesjährige Ernte mit 25 Tonnen in guter Qualität, die derzeit in der Mühle gereinigt wird. Die Qualität der Ernte 2016 ist nach den ersten Analysen von Prof. Sneyd mittel bis gut, die Körner sind gesund, wiewohl etwas kleiner als im Vorjahr, und der Proteingehalt liegt etwas unter den Vorjahreswerten. Der Gesamtmineralstoffgehalt ist gut.

Ernte 2015
Rekordernte Schwäbischer Dickkopf-Landweizen: 28 Tonnen in Metzingen geerntet!

Früher als geplant konnte der Dickkopfweizen am Tannenhof Metzingen Mitte Juli geerntet werden. Landwirt Heinrich Bazlen, das Bäckerhaus Veit und Prof. Dr. Jan Sneyd freuen sich über die Rekordernte von 28 Tonnen. „Nach dem witterungsbedingten Ernte-Komplettausfall im Vorjahr durch Auswuchs haben wir alle gehofft, dass das Wetter in diesem Jahr kurz vor der Ernte keine Kapriolen mehr schlägt. Wir sind sehr froh, dass alles gut gegangen ist und dass wir so viel guten Dickkopfweizen ernten konnten wie noch nie“, kommentierte Prof. Sneyd die Ernte direkt am Feld.

Ernte 2014
Bericht von Prof. Dr. Jan Sneyd

Nach der Anerkennung als „Passagier der Arche des Guten Geschmacks“ 2013 und der Eintragung in die „Rote Liste bedrohter einheimischen Nutzpflanzen“ 2011 wurde nun im Jahre 2014 beim Bundessortenamt Hannover vom Bäckerhaus Veit ein Antrag auf die Anerkennung als Erhaltungssorte gestellt. Eine solche Anerkennung bedeutet den notwendigen Eintrag in die Deutsche Sortenliste, und damit einen „amtlich“ genehmigten Anbau mit kontrolliertem Saatgut nach dem Saatgutverkehrsgesetz.
Allerdings hat die Kornqualität des Dickkopfweizens im Jahre 2014 durch einen starken Auswuchs, der erst kurz vor der Ernte aufgetreten ist, zum ersten Mal deutlich gelitten. Was bedeutet Auswuchs genau? Für die Verarbeitung zu Backwaren spielt auch die Stärkequalität eine große Rolle. Falls die Getreidekörner bereits vor der Ernte durch Regen viel Wasser aufnehmen, kann die Stärke geschädigt werden und die Backeigenschaften verschlechtern sich dadurch. Eine warme Witterung wie 2014 begünstigt die vorzeitige und unerwünschte Keimung.
Man spricht vom „offenen“ Auswuchs, wenn die Keime oder Würzelchen am Korn sichtbar sind bzw. vom „verdeckten“ Auswuchs, wenn man es den Körnern optisch nicht anmerken kann. Eine sehr sichere Labor-Bestimmungsmethode ist die Messung der Schädigung mittels Fallzahl. Auswuchs kann viele Ursachen haben: warme und feuchte Witterung kurz vor der Ernte, Mikroklima, Anbauort, Anbaujahr, schlechte Standfestigkeit der Pflanzen, zu hohe Stickstoffgaben u.a. Auch bei unserem Dickkopfanbau 2014 gab es durch die außerordentlich warme und gleichzeitig regnerische Periode kurz vor der Ernte trotz vielversprechender Erwartungen einen sehr starken „verdeckten“ Auswuchs. Für die Herbstaussaat steht jedoch ausreichend qualitativ hochwertiges Saatgut zur Verfügung.

Ernte 2013
Bericht von Prof. Dr. Jan Sneyd zum Slow Food Arche-Passagier Schwäbischer Dickkopf-Landweizen

Manche Überraschungen stecken in den „alten“ Genen alter Weizensorten! So wurde auch 2013 wiederholt festgestellt, dass der Dickkopfweizen überdurchschnittliche Werte an Antioxidantien aufweist, die als freie Radikalfänger bekannt sind. Die wertvollen Gelbpigmentgehalte der Ernte 2012 (Max Rubner-Institut Detmold) lagen signifikant über den durchschnittlichen Werten beim Dinkel und „normalem“ Weizen.
Die hohe Qualität der Ernte 2013 bestätigten weiterhin auch Untersuchungen der tschechischen Universität Zlin, Technologische Fakultät, Leiterin Frau Ing. Daniela Sumczynski. Hier lag beispielsweise der Vitamin E-Gehalt und besonders die B-Vitamingehalte sehr hoch. Interessant waren auch die hohen Verdaulichkeitswerte in einem in-Vitro-Enzym-Laborversuch!

Arche Markt 2015

Unter dem Motto „Essen, was man retten will“ fand am Sonntag, 27. September 2015, zum zehnten Mal ein Arche Markt statt, der vom Freilichtmuseum Beuren und von Slow Food Stuttgart organisiert wurde.
Das Bäckerhaus Veit war erneut mit den beiden alten Sorten – dem Schwäbischen Dickkopf-Landweizen und Richards Rotkornweizen – sowie mit Dinkel präsent. Verkauft wurden das Dickköpfle-Vollkornbrot, das Dickköpfle-Walnuss-Krusti mit Ermstäler Walnüssen, das Dinkel-Krüstle und der neue Ermstäler, ein Mehrkornbrötchen mit Traubenkernmehl. Bereits um 16 Uhr waren wir bei allen Backwaren ausverkauft. Auf großes Interesse stießen auch die Informationen über die neuen Anbauprojekte, u.a. mit Öllein und Braunhirse sowie mit Chia. Eine Chia-Pflanze mit 1,50 m Höhe aus dem Versuchsanbau bei Landwirt Reinhold Schnizer durfte angefasst und bestaunt werden.
Gut besucht war auch unsere Veranstaltung am Nachmittag zum Thema alte Getreidesorten. Prof. Dr. Jan Sneyd, Pflanzenzüchter im Ruhestand aus Beuren, Frau Ing. Daniela Sumczynski, PhD Universität Zlin, Tschechien und Frau Susanne Erb-Weber, Marketingleiterin des Bäckerhauses Veit informierten über den Schwäbischen Dickkopf-Landweizen, Richards Rotkornweizen und u.a. Dinkel und ihre Vorzüge hinsichtlich der Inhaltstoffe (Vitamine, Mineralien, Antioxidantien) und der Verträglichkeit. Prof. Sneyd ging insbesondere auf die Unterschiede zu den neuen Hochzuchtsorten ein. Aus dem Publikum kamen viele Fragen hinsichtlich der Verträglichkeit alter Getreidesorten.
Das Bäckerhaus Veit kooperiert schon seit einigen Jahren mit der Universität Zlin und lässt dort die alten Getreidesorten nach neuesten Untersuchungsmethoden, u.a. auf Antioxidantien- und Vitamingehalte sowie Verträglichkeit untersuchen. Wir freuen uns, dass Frau Dr. Sumczynski und ihre Kollegin Frau Ing. Eva Kotaskova extra anlässlich des 10. Arche Marktes auf unsere Einladung von Tschechien nach Beuren kamen. Sie präsentierten Auszüge der Analyseergebnisse aus der Ernte 2015 und erläuterten die Verträglichkeitsstudien.


Arche Markt 2014

Unter dem Motto „Essen, was man retten will“ gab es am Sonntag 28. September 2014 von 11 bis 17 Uhr auf dem „9. Arche Markt des guten Geschmacks“ im Freilichtmuseum Beuren wieder allerlei Manufakturprodukte zu probieren und zu kaufen. Wieder mit dabei: das Bäckerhaus Veit, Bempflingen, mit dem Schwäbischen Dickkopf-Landweizen und – erstmals – mit dem „Richards Rotkornweizen“.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich am Nachmittag im Verlauf seines Rundgangs mit Katrin Bauerfeind und Steffi Cornelius, der Leiterin des Freilichtmuseums, sowie Landrat Heinz Eininger über die Rekultivierungsprojekte des Bäckerhauses Veit, den Dickkopfweizen und den Rotkornweizen, von Susanne Erb-Weber, Marketingleiterin bei Veit, informieren lassen und das Engagement des Bäckerhauses Veit sowie die Backwaren nach der Verkostung lobend erwähnt.

Der 2. Veit Bauern- und Biosphärenmarkt im Oktober 2014 war ein voller Erfolg. Über 10.000 Besucher kamen zum 2. Bauern- und Biosphärenmarkt zum Bäckerhaus nach Bempflingen. Einen derartigen Besucheransturm hatten die Organisatoren von Veit und den rund 30 beteiligten Erzeugern, Vereinen und Institutionen nicht erwartet. Sie alle lobten die gelungene Veranstaltung. Backwaren aus Dickkopfweizen und Rotkornweizen fanden einen reißenden Absatz.


Schon zum Start um 11 Uhr am Sonntagmorgen strömten die Menschen aus der Region auf das Betriebsgelände des Bäckerhauses Veit in der Weidachstraße. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn bei schönstem Herbstwetter gab es an den unzähligen Info- und Verkaufsständen, einem mobilen Holzbackofen und in der Backstube jede Menge zu sehen und zu verkosten. Und bis zum späten Nachmittag riss der Besucherstrom nicht ab. Die Veranstalter gehen von über 10.000 Gästen aus, doppelt so vielen wie vor zwei Jahren.

So konnten die Besucher zuschauen, wie die Veit-Brezeln von Hand geschlungen wurden oder wie Holzofenbrot im gemauerten Steinofen gebacken wurde. So mancher hatte auch einen frisch gebackenen Berliner oder eines der Quark Bällchen gleich aus der Hand verzehrt oder den Nachmittag bei Kaffee und köstlichen Kuchenspezialitäten genossen. Für die kleinen Gäste war allerhand geboten: beim Kinderbacken mit den Veit Bäckern durften die Kinder ihren Kuchen am Stil individuell verzieren. Aber auch das Kinderprogramm auf dem Hof war der Hit: die Clownshow und das Bungee Trampolin kamen bei den Kleinen sehr gut an.

Besonderen Anklang fand erneut der Stand an dem die Dickköpfle Backwaren und – ganz neu – Backwaren mit Rotkornweizen zum Probieren und zum Kaufen angeboten wurden. Prof. Dr. Jan Sneyd, Pflanzenzüchter und emeritierter Professor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), der beide Getreideprojekte zusammen mit dem Bäckerhaus Veit schon seit einigen Jahren betreut, wurde nicht müde, den Kunden alles über den Schwäbischen Dickkopf-Landweizen und Richards Rotkornweizen zu erzählen.

Die Info- und Verkaufsstände auf dem Bereich des Parkplatzes zogen viele Besucher an. Das Thema Biosphärengebiet Schwäbische Alb war auf vielerlei Weise vertreten. So konnte man sich beim NABU Biosphärenmobil über naturkundliche und Umweltschutz-Aspekte informieren, bei Maria Stollmeier und Gerda Sautter von der Schwäbischen Landpartie das Angebot an geführten Wanderungen erläutern lassen und am Stand der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets verborgene Schätze wie albtypische Steine ertasten.

Die vielen Kostproben waren natürlich ein Gaumenerlebnis, u.a. die überbackenen Krustenbrotscheiben aus dem mobilen Holzbackofen von Norbert Wiese, dem Produktionsleiter des Bäckerhauses Veit. Passend zum Thema des Tages gab es beim Biosphärengastgeber Forellenhof Rössle allerhand Gutes aus der Region, u.a. Honauer Lachsforellenfilet und geräucherte Forelle im Bempflinger Brötchen oder Gulasch vom heimischen Wildschwein.

„Der Erfolg der diesjährigen Veranstaltung kommt auch den örtlichen Vereinen zugute. Die Einnahmen aus dem Kinderbacken und vom Glücksrad spenden wir an die Jugendfeuerwehr Bempflingen, für das Bempflinger Jugendprojekt Gleis 1 und für die Jugendabteilung des Schützenvereins Bempflingen“, erläutert Johannes Klümpers, Geschäftsführer des Bäckerhauses Veit.

Slow Food Messe 2015

Dickköpfle-Backwaren und Rotkörnle-Vollkornbrot die Renner auf der Slow Food Messe

Der Besucherandrang am Veit Stand auf der diesjährigen Slow Food Messe war wieder einmal groß. Die Renner waren das Dickköpfle-Vollkornbrot und die Dickköpfle-Walnuss-Krusti aus Dickkopfweizen und Dinkel sowie das neue Vollkornbrot mit Richards Rotkornweizen, das Rotkörnle-Brot. Auch die Dinkel-Backwaren, der Hefekranz und das Anisbrot, eine traditionelle, schwäbische Spezialität kamen bei den Besuchern sehr gut an.

Kulinarische Botschafter präsentieren sich im Kochstudio: Kreative Rezepte mit dem Schwäbischen Dickkopfweizen

Am Sonntag 12. April zeigte Gourmetkoch Eberhard Braun, was man mit dem Dickkopfweizen in der Küche so alles machen kann. Assistiert wurde er u.a. von Angelika Immendörfer, Gesellschafterin des Bäckerhauses Veit und Tochter von Richard Veit, Seniorchef des Bäckerhauses Veit. Gemeinsam zubereitet wurde ein Gemüsesalat mit gekeimten Dickkopfkörnern, Schwäbisches Habermus mit Dickkopfweizenschrot und Dickkopfweizen Krustini mit überbackenem Fildersauerkraut.

Weitere Informationen über die Aktionen des Bäckerhauses Veit auf der Slow Food Messe Stuttgart vom 9. bis 12. April 2015 erhalten Sie hier.

Slow Food Messe 2014

Bäckerhaus Veit präsentiert Dickkopfweizen auf Slow Food-Messe im April 2014 als anerkannter Arche-Passagier!

„Wir sind unglaublich stolz auf diese Auszeichnung“, sagte Erdmute Veit-Murray, Gesellschafterin des Bäckerhauses Veit, kurz nach Bekanntwerden der Nachricht im Frühjahr 2013, dass der von Veit zusammen mit Prof. Dr. Jan Sneyd, rekultivierte Schwäbische Dickkopf-Landweizen die lang verdiente Aufnahme in die Arche-Passagier-Liste von Slow Food erhielt: Im Februar hatte der Vorstand von Slow Food Deutschland auf Vorschlag des Conviviums Stuttgart der Anerkennung des Schwäbischen Dickkopf-Landweizens als neuem Slow Food Arche-Passagier zugestimmt. „Der Dickkopfweizen ist somit nach dem Grünkern der zweite Arche-Passagier aus dem Bereich Getreide und der erste Arche-Passagier im Archejahr 2013“, teilte die Arche-Kommission mit.

Weitere Informationen über die Aktionen des Bäckerhauses Veit auf der Slow Food Messe Stuttgart vom 10. bis 13. April 2014 erhalten Sie hier.


Weitere Informationen zum Schwäbischen Dickkopf-Landweizen finden Sie auf der Homepage von Slow Food Deutschland.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält.

Slow Food Deutschland ist ein eingetragener Verein, der 1992 gegründet wurde, mit der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Die Slow Food Bewegung zählt in Deutschland über 11.000 Mitglieder in rund 80 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 150 Ländern. Gut, sauber und fair. Slow Food fordert, dass unsere Nahrung geschmacklich und gesundheitlich einwandfrei ist. Und dass sie auf saubere Art hergestellt wird – also ohne Schaden an Mensch, Natur und Tier anzurichten. Außerdem müssen Lebensmittelerzeuger eine faire Entlohnung für ihre Produkte und ihre Arbeit erhalten.

Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Verbrauchern zusammen. Durch Projekte wie die Arche des Geschmacks – ein Katalog von Nutztierrassen, Nutzpflanzen und Lebensmitteln, die vom Aussterben bedroht sind – und die Presidi-Förderprojekte sowie durch das Terra Madre-Netzwerk arbeitet Slow Food weltweit daran, die biologische Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen, traditionelle und nachhaltige Anbau- und Verarbeitungsmethoden und so unser wertvolles kulinarisches Erbe zu bewahren ...

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Slow Food Deutschland.