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    Zu Füßen des Jusi ...

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    ... und des Hohenneuffen ...

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    ... wächst der Rotkornweizen ...

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    ... am Haldenhof in Beuren.

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    Der Rotkornweizen steht in voller Blüte.

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    Landwirt Martin Schnerring (Mitte) ...

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    ... und Prof. Jan Sneyd begleiten das Projekt fachmännisch ...

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    ... bis zur Ernte.

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    Genießen Sie die Rotkornweizen-Backwaren, ...

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    ... wie Richards Rotkörnle Vollkornbrot.


Auf die inneren Werte kommt es an


Weizensorten gibt es weltweit unzählige, meist sind es aber ausschließlich helle Sorten, Hauptgrund war in der Vergangenheit der Verbraucherwunsch nach hellem Mehl. Früher gab es hier in Süddeutschland noch zahlreiche Varietäten, es gab gelb-, rot-, braun-, weiß-, blau- und andersfarbige Körner. „Nur noch vereinzelt werden heute rotkörnige Sorten in Europa angebaut; in unserer Region sind diese wie auch entsprechende „rote“ Backwaren kaum noch bekannt.

Die rote Kornfarbe entsteht durch die Bildung von Anthozyanen, die zu den gesundheitlich wichtigen Antioxidantien gehören. Sie befinden sich in der farbigen Kornfrucht- und Samenschale, bleiben bei Vollkornprodukten fast vollständig erhalten und neutralisieren die schädlichen „Freien Radikale“ im Körper“, erzählt Prof. Dr. Jan Sneyd, seit Jahrzehnten Experte auf dem Gebiet.

An diesem Punkt begann das zweite gemeinsame Projekt des Bäckerhauses mit Prof. Sneyd. Er kreuzte 2002, als es bei uns rotkörnigen Weizen praktisch nicht mehr gab, einen alten rotkörnigen – vermutlich russischen – Weizen, der ihm von einem Studenten aus Neuseeland mitgebracht wurde, mit einem hellkörnigen deutschen Weizen. Die Vorteile liegen für Sneyd auf der Hand: Seine Rotkornpflanzen sind robust, und nach bisherigem Anbau sehr gut für die schwäbischen Böden geeignet.

„Unsere bisherigen Analysen“, so Prof. Sneyd, „bestätigen, dass es sich bei diesem Rotkornweizen, zwar um einen „normalen“, typischen Brotweizen handelt, aber dass dieser – im Vergleich mit den heutigen hellkörnigen Hochzuchtsorten – einen wesentlich höheren antioxidativen Wert (Universität Zlin, Labor Frau Ing. D. Sumczynski, Tschechische Republik) aufweist. Die Messwerte liegen dabei höher als es beispielsweise beim Weißwein, Ingwer oder Olivenöl der Fall ist“, schwärmt Herr Sneyd. Aus den unterschiedlichen Erntejahren wurden wiederholt sehr hohe Flavonoid- und Polyphenolgehalte festgestellt.

Auf dem Feld sehen die kürzeren, ertragreichen Pflanzen wie ein normaler hellkörniger Weizen aus; wenn man aber die Ähren öffnet, kommen glänzend rot-braune Körner zum Vorschein! Die antioxidativen Anthozyane befinden sich in der Schale, deshalb ist besonders Vollkornmehl aus Rotkornweizen ernährungsphysiologisch wertvoll. Die Gehalte an wertvollen Gelbpigmenten sind ebenfalls sehr hoch (Untersuchungen Max Rubner-Institut Detmold).

Unser Rotkornweizen-Projekt, das wir in 2010 mit Prof. Sneyd gemeinsam gestartet haben, ist in den letzten Jahren gut vorangekommen: Von 2010 bis 2013 wurde der Rotkornweizen in Beuren auf Kleinparzellen vermehrt. 2014 wurde er auf einer Fläche von 0,9 ha auf dem Tannenhof in Metzingen angebaut. Seit 2015 wird der Rotkornweizen wieder bei Martin Schnerring am Haldenhof Beuren-Balzholz kultiviert. Im Jahr 2016 wurde der Rotkornweizen dort auf einer Fläche von 1,3 ha erfolgreich angebaut.

Die Besucher des Archemarkts im Freilichtmuseum Beuren am 28. September 2014 und die Besucher des 2. Veit Bauern- und Biosphärenmarkts am 12. Oktober 2014 in Bempflingen hatten erstmals die Gelegenheit, Veit Rotkornweizen-Backwaren zu probieren und zu kaufen. Während der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg im Juni 2015 und im Juni 2016 gab es das Richards Rotkörnle Vollkornbrot in allen Veit Bäckereifachgeschäften und Bäckerei-Cafés zu kaufen.

Auch Johannes Klümpers ist vom Rotkornweizen fasziniert. „Wir wollen den Rotkornweizen weiter kultivieren und die Rotkörnle-Backwaren möglichst häufig in allen unseren Bäckereifachgeschäften, Cafés und CaféHäusern anbieten“, versichert der Geschäftsführer des Bäckerhauses Veit.

Probieren Sie Richards Rotkörnle-Vollkornbrot mit 82% Rotkornweizen und 13% Dinkel, ein ganz besonderes Vollkornbrot mit Richards Rotkornweizen und wertvollen Zutaten wie Hirse, rote Linsen, Traubenkernmehl und einem Pürée von der Ermstäler Knorpelkirsche.

Testen Sie auch die leckeren Rotkörnle-Vollkornbrötchen mit Rotkornweizen und wertvollen Zutaten wie Hirse, rote Linsen, Traubenkernmehl, Chia-Samen und Raps-Kernen.

Wir können nicht alle Rotkörnle-Backwaren immer anbieten, dafür reicht die Erntemenge leider noch nicht aus – bitte achten Sie daher auf unsere Wochenangebote.

  • 20. bis 23. April 2017
    Slow Food Messe in Stuttgart

  • 18. bis 21. Mai 2017
    Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg

  • 23. Juli 2017
    Neigschmeckt Markt in Reutlingen

  • 24. September 2017
    12. Arche Markt / Slow Food Tag in Beuren

  • 29. Oktober bis 1. November 2017
    schön&gut Messe in Münsingen

Ernte 2017
9 Tonnen Richards Rotkornweizen geerntet!

Der Rotkornweizen wurde in diesem Jahr zum ersten Mal bei zwei Landwirten angebaut: bei Herrn Schnerring in Beuren-Balzholz und bei Herrn Huber in Bempflingen. Die Anbaufläche lag jeweils bei 1,3 Hektar. So konnte die Anbaufläche insgesamt zu Vorjahr verdoppelt werden. Wir haben eine Ausnahmegenehmigung des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg benötigt, um den Rotkornweizen bei einem zweiten Landwirt anbauen zu dürfen. Die Witterungsbedingungen kurz vor und während der Ernte waren dieses Jahr etwas schwieriger als in den Vorjahren. Herr Huber konnte in Bempflingen etwas früher ernten als Herr Schnerring in Beuren-Balzholz. Unser Rotkornweizen wird wie in den Vorjahren in der Luz Mühle in Münsingen-Buttenhausen für uns gereinigt und zwischengelagert. Insgesamt stehen uns nach Abzug des Saatguts für die nächste Vegetationsperiode und nach Abzug des Reinigungsverlustes in der Mühle ca. 9 Tonnen Rotkornweizen zur Verfügung, somit 4 Tonnen mehr als im Vorjahr. Das ist mengenmäßig die bislang beste Rotkornweizen-Ernte!

Ernte 2016
Gute Ernte bei Richards Rotkornweizen: 5 Tonnen geerntet!

Witterungsbedingt fand die Ernte beim Rotkornweizen in Beuren in 2016 später als beim Dickkopfweizen in Metzingen statt. Am 15. August 2016 konnten 5 Tonnen durch Martin Schnerring, Inhaber des Haldenhofs Beuren, für uns gedroschen werden. Mit 5 Tonnen liegt die diesjährige Ernte leicht unter Vorjahresniveau. Dies entspricht allgemeinen 2016-Weizenernte, die aufgrund der Witterung etwas niedriger als in anderen Jahren liegt. Es gab keine Auswuchsschäden beim Rotkornweizen, trotz des regnerischen Wetterverlaufs bei der Abreife. Die Körner sind etwas kleiner als im Vorjahr.

Die Qualität der Ernte 2016 ist nach den ersten Analysen von Prof. Sneyd gut. Die Backqualität entspricht in den wichtigsten Eigenschaften der Weizenqualität A, wie auch im Vorjahr. Die Keimfähigkeit liegt etwas niedriger als im Vorjahr. Da in diesem Jahr hier in der Region Fusariosen verbreitet waren, hat Prof. Sneyd vorsichtshalber eine spezielle Untersuchung veranlasst, mit dem Ergebnis, dass der Rotkornweizen in Sachen Fusariosen signifikant unter den gesetzlichen EU-Normen liegt. Unser Rotkornweizen wird wie auch in den Vorjahren in der Luz Mühle in Münsingen-Buttenhausen für uns gereinigt und zwischengelagert.

Als Hommage an den Seniorchef des Bäckerhauses Veit, Herrn Richard Veit, haben wir den Rotkornweizen „Richards Rotkornweizen“ benannt.