Informieren Sie sich in unserem Video über die Rettung des Dickkopfweizens:



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    Der Dickkopfweizen, hier während der Blüte, ...

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    ... wird am Tannenhof in Metzingen ...

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    ... von Landwirt Heinrich Bazlen angebaut.

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    Erdmute Veit-Murray und Prof. Jan Sneyd starten 2008 den ersten Versuchsanbau.

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    Prof. Sneyd kontrolliert beständig die Qualität.

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    Im Jahr 2018 ...

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    ... konnten 37 Tonnen Dickkopfweizen geerntet werden.

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    Das Dickköpfle-Vollkornbrot – ein saftiger Genuss!

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Informationen rund um das Projekt:


Diese Reportage des SWR Fernsehens über alte Sorten, u.a. über die Rettung des Dickkopfweizens, lohnt sich. Die Ausstrahlung erfolgte am 1. November 2018 im Rahmen der Sendung „Rotaugen und Erdbeerspinat“. Hier geht’s zur Reportage in der SWR Mediathek.


Ernte 2018
Absolute Rekordernte beim Dickkopfweizen mit 37 Tonnen

Nach dem schlechten Erntejahr 2017 sind wir überglücklich, dass die Ernte 2018 so gut ausgefallen ist. Beide Landwirte, Herr Bazlen in Metzingen und Herr Huber in Bempflingen, haben den Dickkopfweizen so früh wie nie zuvor – Mitte Juli – gedroschen. Der Klimawandel lässt grüßen. Mit den Regenschauern, die wir immer wieder im Vorfeld der Ernte hatten, und mit der heißen Witterung, war uns allen etwas bang, aber alles ging dieses Jahr gut aus. Nach den ersten Analysen ist auch die Qualität gut bis sehr gut. 37 Tonnen Dickkopfweizen, und das auch noch im zehnten Jahr dieses Rekultivierungsprojektes, das ist unvorstellbar, wenn man an die Handvoll Körner zurückdenkt, die Prof. Sneyd 2008 ausgesät hat. Ab Oktober 2018 wird es demzufolge öfter Backwaren mit Dickkopfweizen geben als im letzten Jahr.

Ernte 2017
Enttäuschende Ernte beim Schwäbischen Dickkopf-Landweizen mit nur 10 Tonnen

Im Frühjahr und auch noch im Juni stand der Dickkopfweizen so gut auf den Feldern in Metzingen und Bempflingen, eine wahre Freude. Wir haben mit 30 Tonnen Ernteertrag gerechnet. Im gesamten Erntezeitraum Ende Juli spielte das Wetter dann verrückt. Es kam immer wieder zu Regenschauern, bei gleichzeitig warmer Temperatur. Landwirt Huber in Bempflingen gelang es, seine Ernte sehr frühzeitig, noch vor den tagelangen Regengüssen, einzuholen. Die Körner sind hier zwar etwas kleiner, aber die Qualität ist in Ordnung. Landwirt Bazlen aus Metzingen war dieses Glück nicht beschieden. Die Abreife fand dort etwas später statt. Es gelang ihm durch mühsames, partienweises Dreschen zwischen den Regenfällen und anschließendem Trocknen auf dem Hänger 10 Tonnen Dickkopfweizen in guter Qualität zu ernten. Die zweite Erntepartie, die am 29. und 30. Juli eingebracht wurde, mit insgesamt 20 Tonnen, hatte bereits offenen Auswuchs und ist komplett nicht als Brotweizen zu verbacken, sondern nur als Futterweizen zu verwenden. Das heißt für uns, dass 2/3 der Ernte verloren ist und wir nur 10 Tonnen für die Wiederaussaat und zum Backen zur Verfügung haben. Ein sehr enttäuschendes Ergebnis für uns alle. Vertragsanbau ist keine einfache Sache und mit hohen Risiken behaftet.

Ernte 2016
Gute Ernte beim Schwäbischen Dickkopf-Landweizen mit 25 Tonnen

Ende Juli konnte der Dickkopfweizen am Tannenhof Metzingen geerntet werden, trotz vorheriger schwieriger Witterung. Wir freuen uns mit Landwirt Heinrich Bazlen und Prof. Sneyd über die diesjährige Ernte mit 25 Tonnen in guter Qualität, die derzeit in der Mühle gereinigt wird. Die Qualität der Ernte 2016 ist nach den ersten Analysen von Prof. Sneyd mittel bis gut, die Körner sind gesund, wiewohl etwas kleiner als im Vorjahr, und der Proteingehalt liegt etwas unter den Vorjahreswerten. Der Gesamtmineralstoffgehalt ist gut.

Ernte 2015
Rekordernte Schwäbischer Dickkopf-Landweizen: 28 Tonnen in Metzingen geerntet!

Früher als geplant konnte der Dickkopfweizen am Tannenhof Metzingen Mitte Juli geerntet werden. Landwirt Heinrich Bazlen, das Bäckerhaus Veit und Prof. Dr. Jan Sneyd freuen sich über die Rekordernte von 28 Tonnen. „Nach dem witterungsbedingten Ernte-Komplettausfall im Vorjahr durch Auswuchs haben wir alle gehofft, dass das Wetter in diesem Jahr kurz vor der Ernte keine Kapriolen mehr schlägt. Wir sind sehr froh, dass alles gut gegangen ist und dass wir so viel guten Dickkopfweizen ernten konnten wie noch nie“, kommentierte Prof. Sneyd die Ernte direkt am Feld.

Ernte 2014
Bericht von Prof. Dr. Jan Sneyd

Nach der Anerkennung als „Passagier der Arche des Guten Geschmacks“ 2013 und der Eintragung in die „Rote Liste bedrohter einheimischen Nutzpflanzen“ 2011 wurde nun im Jahre 2014 beim Bundessortenamt Hannover vom Bäckerhaus Veit ein Antrag auf die Anerkennung als Erhaltungssorte gestellt. Eine solche Anerkennung bedeutet den notwendigen Eintrag in die Deutsche Sortenliste, und damit einen „amtlich“ genehmigten Anbau mit kontrolliertem Saatgut nach dem Saatgutverkehrsgesetz.
Allerdings hat die Kornqualität des Dickkopfweizens im Jahre 2014 durch einen starken Auswuchs, der erst kurz vor der Ernte aufgetreten ist, zum ersten Mal deutlich gelitten. Was bedeutet Auswuchs genau? Für die Verarbeitung zu Backwaren spielt auch die Stärkequalität eine große Rolle. Falls die Getreidekörner bereits vor der Ernte durch Regen viel Wasser aufnehmen, kann die Stärke geschädigt werden und die Backeigenschaften verschlechtern sich dadurch. Eine warme Witterung wie 2014 begünstigt die vorzeitige und unerwünschte Keimung.
Man spricht vom „offenen“ Auswuchs, wenn die Keime oder Würzelchen am Korn sichtbar sind bzw. vom „verdeckten“ Auswuchs, wenn man es den Körnern optisch nicht anmerken kann. Eine sehr sichere Labor-Bestimmungsmethode ist die Messung der Schädigung mittels Fallzahl. Auswuchs kann viele Ursachen haben: warme und feuchte Witterung kurz vor der Ernte, Mikroklima, Anbauort, Anbaujahr, schlechte Standfestigkeit der Pflanzen, zu hohe Stickstoffgaben u.a. Auch bei unserem Dickkopfanbau 2014 gab es durch die außerordentlich warme und gleichzeitig regnerische Periode kurz vor der Ernte trotz vielversprechender Erwartungen einen sehr starken „verdeckten“ Auswuchs. Für die Herbstaussaat steht jedoch ausreichend qualitativ hochwertiges Saatgut zur Verfügung.

Ernte 2013
Bericht von Prof. Dr. Jan Sneyd zum Slow Food Arche-Passagier Schwäbischer Dickkopf-Landweizen

Manche Überraschungen stecken in den „alten“ Genen alter Weizensorten! So wurde auch 2013 wiederholt festgestellt, dass der Dickkopfweizen überdurchschnittliche Werte an Antioxidantien aufweist, die als freie Radikalfänger bekannt sind. Die wertvollen Gelbpigmentgehalte der Ernte 2012 (Max Rubner-Institut Detmold) lagen signifikant über den durchschnittlichen Werten beim Dinkel und „normalem“ Weizen.
Die hohe Qualität der Ernte 2013 bestätigten weiterhin auch Untersuchungen der tschechischen Universität Zlin, Technologische Fakultät, Leiterin Frau Ing. Daniela Sumczynski. Hier lag beispielsweise der Vitamin E-Gehalt und besonders die B-Vitamingehalte sehr hoch. Interessant waren auch die hohen Verdaulichkeitswerte in einem in-Vitro-Enzym-Laborversuch!

Der Dickkopfweizen, eine Kreuzung aus Dinkel und Weizen, wurde in den letzten Jahren von Prof. Dr. Jan Sneyd, pensionierter Professor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Zusammenarbeit mit dem Bäckerhaus Veit rekultiviert, nachdem er fast vom Aussterben bedroht war.

2011 wurde der Schwäbische Dickkopf-Landweizen in die Rote Liste der bedrohten, heimischen Nutzpflanzen aufgenommen.

2013 erhielt der Schwäbische Dickkopf-Landweizen die verdiente Aufnahme in die Arche-Passagier-Liste von Slow Food.

Im Frühjahr 2015 wurde der Dickkopfweizen vom Bundessortenamt als Erhaltungssorte eingetragen.

Vom Ende des 19. Jahrhunderts an prägten die so genannten Dickkopfweizen neben dem Dinkel bis in die 50er-Jahre dieses Jahrhunderts die süddeutsche Landwirtschaft. In Konkurrenz mit den ertragreicheren Weizenhochzuchtsorten ging der Dickkopfweizen als Anbauprodukt unter und geriet in Vergessenheit. Es ist dem pensionierten Professor Jan Sneyd zu verdanken, dass er nicht gänzlich ausstarb. Prof. Sneyd vermehrte in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bäckerhaus Veit einen äußerst seltenen, qualitativ hochwertigen „Dickkopfgenotyp“, dem man den Namen „Schwäbischer Dickkopf-Landweizen“ gab. Mit dieser Bezeichnung wird er in der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten, einheimischen Nutzpflanzen geführt (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Bonn, Zentrum biologische Vielfalt). Der Ertrag des Dickkopfweizens liegt deutlich unter Hochzuchtsorten. Die Dickköpfle-Backwaren haben einen eigenen, leicht nussigen Geschmack.

„Aus den bisherigen Analysen geht hervor, dass die Proteingehalte und -qualität hoch bis sehr hoch sind. Mineralstoffgehalt, Mehlausbeute und Vollkornanteil sind nach den repräsentativen Analysen der Ernten gut bis sehr gut. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an Carotinoiden im Vergleich mit gängigen Weißmehlsorten. Die Dickkopfweizen-Körner enthalten außerdem überdurchschnittlich viele Antioxidantien, die dazu beitragen können, die so genannten schädlichen freien Radikalen zu neutralisieren, die beim Stoffwechsel im Körper entstehen“, so Prof. Sneyd.

Seit 2014 wird der Dickkopfweizen für das Bäckerhaus Veit bei Landwirt Heinrich Bazlen auf dem Tannenhof in Metzingen angebaut. Landwirt Martin Schnerring gebührt unser Dank für die Vermehrungsarbeit in den Jahren 2008 bis 2013, als der Dickkopfweizen am Haldenhof Beuren ausgesät wurde. Bei Herrn Schnerring wird zwischenzeitlich Richards Rotkornweizen angebaut. Seit 2017 kümmern sich zwei Landwirte um den Dickkopfweizen, Heinrich Bazlen in Metzingen und Bernd Huber in Bempflingen. Die Anbaufläche wird von Jahr zu Jahr leicht vergrößert.

Weitere Informationen zum Schwäbischen Dickkopf-Landweizen finden Sie auch in Wikipedia.

2018/2019 wird der Dickkopfweizen bei den Landwirten Heinrich Bazlen, Metzingen, und Bernd Schweiss, Grabenstetten, auf gesamt 7 Hektar angebaut. Wir versuchen, durch den Wechsel zu Landwirt Schweiss auf der Schwäbischen Alb das Wetterrisiko zu minimieren. Landwirt Bernd Huber wird sich für uns verstärkt um den Rotkornweizen kümmern.

Dickkopfweizen-Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren:
Dickkopfweizen-Story oder wie man eine alte Sorte rettet

Im Freilichtmuseum in Beuren steht seit August 2017 das Thema „Alte Sorten“ im Fokus. Dies ist ein zentraler Beitrag zum geplanten, zukünftigen Ausbau des regionalen Freilichtmuseums zum „Erlebnis- und Genusszentrum für alte Sorten“. Mit „alten Sorten“ sind Nutzpflanzensorten gemeint, die für unsere kulturellen Traditionen und die biologische Vielfalt bedeutsam sind.

Die neue Ausstellung „Die Dickkopfweizen-Story oder wie man eine alte Sorte rettet“ wird an prominenter Stelle im Eingangsbereich des Freilichtmuseums, im Haus Öschelbronn, gezeigt. Die Ausstellung wurde von Prof. Dr. Jan Sneyd, vormals Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und ausgewiesener Kenner alter Nutzpflanzensorten, in Kooperation mit dem Freilichtmuseum Beuren und dem Bäckerhaus Veit erarbeitet. Der Schwäbische Dickkopf-Landweizen, ehemals vom Aussterben bedroht, erhielt dank des Engagements von Prof. Dr. Jan Sneyd in Zusammenarbeit mit dem Bäckerhaus Veit 2013 die Anerkennung als Slow Food Arche-Passagier, somit als schützens- und erhaltenswerte, alte Sorte. In der Ausstellung wird gezeigt, wie mühsam, doch letztlich von Erfolg gekrönt, diese historische, regional relevante Sorte gerettet werden konnte.

Sieben Themenbereiche, von der einstigen Getreidevielfalt über das Verschwinden der alten Sorten bis hin zum Erhalt, speziell des Dickkopfweizens, werden hier präsentiert. Der Bedeutung und Rolle von Genbanken zur Rettung alter Sorten ist ein eigener Bereich gewidmet.

Aufgrund des großen Besucherinteresses hat die Museumsleitung im November 2017 entschieden, die Dickkopfweizen-Ausstellung im Haus aus Öschelbronn weiterhin zu präsentieren. Sobald das neu geplante Haus der Sortenvielfalt mit dem Erlebnis.Genuss.Zentrum stehen wird, soll die Dickkopfweizen-Ausstellung dorthin umziehen.

Weitere Informationen zu der Ausstellung erhalten Sie hier.

Wir freuen uns, dass der Schwäbische Dickkopf-Landweizen im Herbst 2015 mit der Veröffentlichung der aktuellen, beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes Hannover die offizielle Anerkennung als Erhaltungssorte bekommen hat.

Zulassungsurkunde >

Probieren Sie das sehr saftige Dickköpfle-Vollkornbrot mit Dickkopfweizen und Dinkel und das leckere Dickköpfle-Walnuss-Krusti mit Ermstäler Walnüssen. Die gute Ernte 2018 bietet unseren Bäckern die Möglichkeit, neue Rezepturen mit dem Dickkopfweizen zu entwickeln. Freuen Sie sich ab Oktober 2018 auf weitere, neue Backwaren mit Dickkopfweizen.

Wir können nicht alle Dickköpfle-Backwaren ganzjährig anbieten – bitte achten Sie daher auf unsere Wochen- und Monatsangebote.

  • 5. bis 8. April 2018
    Slow Food Messe in Stuttgart

  • 22. Juli 2018
    Neigschmeckt Markt in Reutlingen

  • 23. September 2018
    13. Markt der Arche des Geschmacks im Freilichtmuseum Beuren

  • 1. bis 4. November 2018
    „schön&gut“ Messe in Münsingen

  • Dauerhaft
    Dickkopfweizen-Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren

Arche Markt 2017

Unter dem Motto „Essen, was man retten will“ fand am 24. September 2017 zum zwölften Mal ein Arche Markt statt, der vom Freilichtmuseum Beuren und von Slow Food Stuttgart organisiert wurde.
Das Bäckerhaus Veit war mit Urgetreide-Backwaren aus den eigenen Anbauprojekten, dem Schwäbischen Dickkopf-Landweizen und Richards Rotkornweizen, sowie mit Dinkel, Emmer und dem neuesten Thema – Leinsamen aus Vertragsanbau von der Schwäbischen Alb – mit dabei. Verkauft wurden das Dickköpfle Vollkornbrot, das Dickköpfle-Walnuss-Krusti mit Ermstäler Walnüssen, das Rotkörnle Vollkornbrot und -brötchen, das Ur-Emmerle mit Emmer und das neue Dinkelchen, ein 100% Dinkelbrötchen.
Auf großes Interesse stießen die Informationen über die Veit-Anbauprojekte, wie das neueste Projekt mit Öllein. Lein wird in der Region so gut wie nicht mehr angebaut. Das Bäckerhaus Veit engagiert sich seit einem Jahr für den Anbau von Lein in der Region.
Gut besucht war auch die Vortrags-Veranstaltung am Nachmittag zum Thema alte Getreidesorten. Prof. Dr. Jan Sneyd, Pflanzenzüchter im Ruhestand aus Beuren, Frau Dr. Daniela Sumczynski von der Universität Zlin in Tschechien und Frau Susanne Erb-Weber, Marketingleiterin des Bäckerhauses Veit, informierten über den Schwäbischen Dickkopf-Landweizen, Richards Rotkornweizen, Emmer, Binkel (eine uralte Weizenart) und Leinsamen. Es wurde dabei auch deutlich, dass solche Vertragsanbauprojekte nicht ohne Risiken sind, siehe die letztjährige Ernte beim Dickkopfweizen.
Das Bäckerhaus Veit kooperiert schon seit einigen Jahren mit der Universität Zlin und lässt dort die alten Getreidesorten nach neuesten Methoden untersuchen, u.a. auf Antioxidantien- und Vitamingehalte sowie Verträglichkeit. Wir freuen uns, dass Frau Dr. Sumczynski anlässlich des 12. Arche Marktes auf unsere Einladung von Tschechien nach Beuren kam, um den Besuchern Auszüge aus den aktuellen Analysen zu erläutern.

Arche Markt 2014

Unter dem Motto „Essen, was man retten will“ gab es am Sonntag 28. September 2014 von 11 bis 17 Uhr auf dem „9. Arche Markt des guten Geschmacks“ im Freilichtmuseum Beuren wieder allerlei Manufakturprodukte zu probieren und zu kaufen. Wieder mit dabei: das Bäckerhaus Veit, Bempflingen, mit dem Schwäbischen Dickkopf-Landweizen und – erstmals – mit dem „Richards Rotkornweizen“.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich am Nachmittag im Verlauf seines Rundgangs mit Katrin Bauerfeind und Steffi Cornelius, der Leiterin des Freilichtmuseums, sowie Landrat Heinz Eininger über die Rekultivierungsprojekte des Bäckerhauses Veit, den Dickkopfweizen und den Rotkornweizen, von Susanne Erb-Weber, Marketingleiterin bei Veit, informieren lassen und das Engagement des Bäckerhauses Veit sowie die Backwaren nach der Verkostung lobend erwähnt.

Bei schönem Wetter folgten am 10. September 2017 zwischen 12.000 und 15.000 Menschen unserer Einladung, zu uns nach Bempflingen zum 3. Bauern- und Biosphärenmarkt mit Tag der offenen Tür zu kommen. Es gab vieles zu sehen, zu probieren, zu genießen. Prof. Sneyd, der unsere Anbauprojekte mit alten Sorten begleitet, und unsere Vertragslandwirte waren ebenfalls mit von der Partie. Die Besucher des Regionalmarkts nutzten die Gelegenheit, sich hier über den Dickkopfweizen, Rotkornweizen, Goldlein und den Projektgarten des Bäckerhauses Veit zu informieren.

Wir bedanken uns bei allen, die mitgewirkt haben, u.a. unseren Partnern auf dem Bauern- und Biosphärenmarkt, unserem Gastronomiepartner und Biosphärengastgeber Forellenhof Rössle und allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vielen Dank an Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, und Herrn Landrat Heinz Eininger, Landkreis Esslingen, für den Besuch und die herzlichen Grußworte an die Geschäftsleitung des Bäckerhauses Veit und an die Familie Veit. Mit dem Bauern- und Biosphärenmarkt wurden die Jubiläumsaktivitäten anlässlich des 90-jährigen Firmenjubiläums des Bäckerhauses Veit beendet.

Slow Food Messe 2018

Zur Slow Food Messe zugelassen werden ausschließlich Aussteller, die sich nach dem Grundsatz „gut, sauber, fair“ den hohen Slow Food Qualitätskriterien unterwerfen. Das gilt natürlich auch für die Backwaren des Bäckerhauses Veit, die diese strenge Prüfung für die Messe alle bestanden haben.
Der Besucherandrang am Veit Stand auf der Slow Food Messe vom 5. bis 8. April 2018 war wieder einmal groß. Neu bei Veit war ein Brötchen mit Rotkornweizen und Hanfsamenmehl, das Rotkorn-Hanf-Eck, das für Aufmerksamkeit sorgte. Die Klassiker, das Dickköpfle Vollkornbrot, die Dickköpfle-Walnuss-Krusti, das Rotkörnle Vollkornbrot kamen wie jedes Jahr sehr gut an, zumal sie in der Verfügbarkeit einfach begrenzt sind und die Kunden, die das wissen, die Slow Food Messe gezielt zum Kauf der Dickköpfle- und Rotkörnle-Backwaren nutzen. Auch die Backwaren mit dem Urkorn Dinkel waren wieder ein Renner, das Dinkelchen, die Dinkelseelen und das Dinkelruchmehlbrot.
Wir freuen uns sehr über das große Interesse auf der Messe an unseren Anbauprojekten mit den alten Getreidesorten Dickkopfweizen und Richards Rotkornweizen. Auch wenn der Dickkopfweizen schon seit einigen Jahren als Slow Food Arche-Passagier anerkannt ist, ist er noch nicht allen Besuchern bekannt. Und genauso ist es mit dem Rotkornweizen. Ebenfalls gefragt waren Informationen über unseren Projektgarten in Beuren, in dem Prof. Dr. Jan Sneyd für uns ca. 30 alte Sorten auf ihre Anbaueignung testet. Der Veit Vertragsanbau von Goldlein auf der Schwäbischen Alb war von besonderem Interesse, zumal wir ab dem 9. April für kurze Zeit Goldlein in der 250 g Packung und eine 100 ml Flasche Leinöl aus dem Veit Goldlein in unseren Fachgeschäften, Cafés und CaféHäusern angeboten haben.

Slow Food Messe 2014

Bäckerhaus Veit präsentiert Dickkopfweizen auf Slow Food-Messe im April 2014 als anerkannter Arche-Passagier!

„Wir sind unglaublich stolz auf diese Auszeichnung“, sagte Erdmute Veit-Murray, Gesellschafterin des Bäckerhauses Veit, kurz nach Bekanntwerden der Nachricht im Frühjahr 2013, dass der von Veit zusammen mit Prof. Dr. Jan Sneyd, rekultivierte Schwäbische Dickkopf-Landweizen die lang verdiente Aufnahme in die Arche-Passagier-Liste von Slow Food erhielt: Im Februar hatte der Vorstand von Slow Food Deutschland auf Vorschlag des Conviviums Stuttgart der Anerkennung des Schwäbischen Dickkopf-Landweizens als neuem Slow Food Arche-Passagier zugestimmt. „Der Dickkopfweizen ist somit nach dem Grünkern der zweite Arche-Passagier aus dem Bereich Getreide und der erste Arche-Passagier im Archejahr 2013“, teilte die Arche-Kommission mit.

Weitere Informationen über die Aktionen des Bäckerhauses Veit auf der Slow Food Messe Stuttgart vom 10. bis 13. April 2014 erhalten Sie hier.


Weitere Informationen zum Schwäbischen Dickkopf-Landweizen finden Sie auf der Homepage von Slow Food Deutschland.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält.

Slow Food Deutschland ist ein eingetragener Verein, der 1992 gegründet wurde, mit der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Die Slow Food Bewegung zählt in Deutschland über 11.000 Mitglieder in rund 80 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 150 Ländern. Gut, sauber und fair. Slow Food fordert, dass unsere Nahrung geschmacklich und gesundheitlich einwandfrei ist. Und dass sie auf saubere Art hergestellt wird – also ohne Schaden an Mensch, Natur und Tier anzurichten. Außerdem müssen Lebensmittelerzeuger eine faire Entlohnung für ihre Produkte und ihre Arbeit erhalten.

Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Verbrauchern zusammen. Durch Projekte wie die Arche des Geschmacks – ein Katalog von Nutztierrassen, Nutzpflanzen und Lebensmitteln, die vom Aussterben bedroht sind – und die Presidi-Förderprojekte sowie durch das Terra Madre-Netzwerk arbeitet Slow Food weltweit daran, die biologische Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen, traditionelle und nachhaltige Anbau- und Verarbeitungsmethoden und so unser wertvolles kulinarisches Erbe zu bewahren ...

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Slow Food Deutschland.