19. April 2022

Aktuelle Preiserhöhungen beim Bäckerhaus Veit

Aufgrund Rohstoffpreiserhöhungen, Energie- und Spritkostensteigerungen

Preissteigerungen – ja, mit gutem Grund

Preisanpassungen bei bestimmten Backwaren sind aktuell auch bei uns unvermeidbar und wir wissen noch nicht, wie die Entwicklung weitergeht. Warum ist das so? Nicht nur die internationalen, auch die europäischen Liefer- und Logistikketten sind schon seit einiger Zeit nicht mehr intakt, jetzt ist auch noch der Ukraine-Krieg dazugekommen, der dramatische Auswirkungen auf die Rohstoff- und Futtermittelmärkte auch hier bei uns in Baden-Württemberg hat. Wie uns dies als regionale Handwerksbäckerei tangiert, versuchen wir anhand einiger Beispiele aufzuzeigen.

Rohstoffpreiserhöhungen

Die Rohstoffmärkte befinden sich im Umbruch und die Entwicklungen sind unvorhersehbar und nicht mehr kalkulierbar. Sehr deutliche Preisanstiege in allen Bereichen und Warenverknappungen in etlichen Bereichen wie z.B. bei pflanzlichen Ölen und Sonnenblumenkernen stellen uns vor große Herausforderungen. Pflanzenöl beispielsweise hat einen Preissprung um über 100% erlebt und es gibt auch für Bäckereien so gut wie keinen Nachschub mehr. Das stellen Haushalte auch im Supermarkt mit leeren Regalen fest. Butter, Sahne, Eier, Quark sind teils um bis zu 60% teurer geworden. Beim Getreide, unserem Hauptrohstoff in der Bäckerei, erleben wir Preissprünge um die 70%, auch wenn wir mit dem Bezug aus der Region nicht (direkt) von der Ukraine abhängen, die Markt- und Preisentwicklung wirkt sich auch in der Region aus, weil dann die Nachfrage hier deutlich steigt. Eier beispielsweise sind im Preis gestiegen, weil die Futtermittelpreise explodiert sind. Ein Großteil des Tierfutters kommt aus der Ukraine, es gibt hier bei uns keine großen Futterlagerhallen mehr, bislang gab es eine permanente Lieferkette für Futtermittel aus der Ukraine zu uns. Das ist jetzt alles zusammengebrochen. Im Durchschnitt erleben wir derzeit Rohwarenpreissteigerungen von über 20%. Und so wie es aussieht, werden die Preise für viele Rohwaren weiter steigen.

Energiekostensteigerungen

Um unsere Öfen zu heizen, benötigen wir Erdgas und Erdöl. Wir haben als Handwerksbäckerei einen hohen Stromverbrauch, um unsere Kühlzellen, die Tiefkühler und die Heizung für die Gär-Räume zu betreiben, was für die lange Teigführung bei unseren Broten und Brötchen notwendig ist. Wenn die Energiekosten früher bei 4-5% lagen, liegen sie jetzt bei ca. 10%.

Spritkostensteigerungen

Jeden Morgen, auch an Sonn- und Feiertagen, fahren wir unsere Backwaren und Konditorei-Spezialitäten in unsere Bäckereifachgeschäfte und Cafés in der Region. Dafür wird Sprit benötigt, der wie für jeden Privathaushalt unglaublich im Preis gestiegen ist.

Damit haben wir nur einige der Kostenfaktoren angesprochen, die sich aktuell im Preis erhöht haben. Wir haben in den letzten Wochen versucht, diese Kosten aufzufangen und bitten Sie um Verständnis, dass wir nun einen Teil der Kostensteigerungen über eine Erhöhung unserer Abgabepreise an Sie weitergeben müssen. Es ist uns wichtig, dass wir diese Entwicklung für Sie als unsere Kunden transparent und nachvollziehbar machen und stehen für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.