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Ausgabe
                                                                                                          Info                                                        n  37
                                                                                                                                                                                Herbst 2024
                                                                                                                                                                            o






                                                                Vom Riechen & Schmecken und vielem mehr






              Liebe Fans & Freunde
              unserer Bäckerei,


                      2022 durften wir unser
              95­jähriges Bäckerhaus Veit­Jubi­
              läum mit Ihnen feiern, 2027 wollen
              wir unser 100­jähriges Firmenjubi­
              läum mit Ihnen begehen. Vieles
              verändert sich in kurzer Zeit. Nach
              Corona  ist anders als vor Corona.
              Wir haben in den Corona­Jahren
              eine schwierige Zeit erlebt und
              müssen heute und voraussichtlich
              auch in den kommenden Jahren
              mit steigenden Kosten bei Roh­
              stoffen und Energie leben.


              Zugleich wollen wir unsere Mit­                                                                                                                                                 Garten Veit / Projektgarten in Beuren­Balzholz
              arbeiterinnen und Mitarbeiter fair
              entlohnen, denn auch für sie sind                                                                                                                                                  Fotograf: Peter Brodbeck
              die Lebenshaltungskosten ge­
                stiegen. Manche unserer Ent­
                scheidungen, wie die moderate
              Erhöhung der Preise unserer Back­
              waren, sind nicht populär, aber            Spannende Erntezeit                                                                      war bereits klar, dass die Ernte 2024
              unumgänglich, um die Zukunft                     Unsere rekultivierten, alten Ge­      Vom                                          höchstens durchschnittlich werden

              unserer Familienbäckerei zu                treidesorten – der Dickkopf­, Rotkorn­                                                   würde. Die Nervosität stieg, das Motto
              sichern. Wir wollen auch in den            und Binkelweizen – sind allesamt                                                         war „Daumen drücken“. Bis in den Juli
              nächsten Jahren in unsere Back­            Winterweizen. Das bedeutet, sie             Landwirt                                     hinein hielt die wechselvolle Witte rung
              stube und Konditorei, unsere               werden im Herbst ausgesät und fast                                                       an. Wir sind sehr froh, dass wir „mit einem
              Bäckereifachgeschäfte & Cafés              ein Jahr später geerntet. Über die                                                       blauen Auge“ davon gekommen sind
              und – ganz wichtig – in unsere             Wintermonate herrscht buchstäblich          in die                                       und die Ernte einiger maßen gut war.
                Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter         Ruhe, im Feld, aber auch unsere
              investieren können.
                                                         Vertragslandwirte und wir sind (noch)                                                    Beim Anbau von alten Sorten gibt es
                                                         entspannt. Wenn die Pfanzen im              Back­                                        keinen Plan B. Beispielsweise können
              Sie entscheiden mit Ihrem tägli­           Frühjahr durch das Tageslicht und                                                        wir den Binkelweizen (auf dem Foto ist
              chen Backwareneinkauf, ob wir              die Wärme so richtig anfangen zu                                                         das Binkelfeld hinter unserem Projekt­
              als schwäbische Handwerks­                 wachsen, steigt bei uns schon der                                                        garten) nicht zukaufen, wenn die Ernte
              bäckerei eine Zukunft haben.                                                           stube
                                                         Nervenpegel. Wie wird die Ernte                                                          schlecht ist. Unsere Anbauprojekte
                                                         dieses Jahr laufen?                                                                      sind für uns als Bäckerei 100% Risiko,
              Danke, dass Sie unsere Kundinnen                                                                                                    aber auch 100% Besonderheit, und
              und Kunden sind!
                                                         Jedes Jahr ist anders. In diesem Früh­       Mai und Juni hatten deshalb unsere          das seit 2008, als wir mit der Rettung

                                                         jahr hatten wir uns zunächst über den        Vertragslandwirte in Metzingen,             und dem Anbau des Dickkopfweizens
                                                         Regen gefreut, die Pflanzen sollen           Bempfingen, Beuren und Graben­              begonnen haben.
                                                         ja richtig wachsen. Dann hielt die           stetten teils mit Pfanzenkrankheiten
              Ihre Cornelia Veit
                                                         Regenperiode aber sehr lange an. Im          wie Gelbrost zu kämpfen. Von da an          Mehr Infos finden Sie auf Seite 5.




            Frische Vollmilch aus unserer Region





                                                                 Die frische, 3,5%ige Vollmilch       Die Familien Neuscheler vom Schön­
                                                         verwenden wir u.a. für unsere Brezeln,       buchhof waren bereit, in einen
                                                         alle Croissants und den Hefekranz.           räumlichen Ausbau, einen Pasteur
                                                         Schon seit vielen Jahrzehnten beziehen       und Homogenisator sowie ein kleines
                                                         wir unsere Vollmilch direkt ab Hof.          Kühlfahrzeug mit den Behältern zum
                                                                                                      Transport der Milch zu investieren.
                                                         Seit März beliefert uns der Schönbuch­
                                                         hof aus Walddorfhäslach, die Wege            Von der Planung und Einholung aller
                                                         vom Hof zu uns in die Backstube sind         Genehmigungen bis zum ersten Milch­
                                                         jetzt noch kürzer. Wie kommen solche         transport zu uns nach Bempf ingen ist
                                                         Regionalprojekte eigentlich zustande?  ein Jahr vergangen. Gerhard Neu­
                                                         Ein Blick hinter die Kulissen.               scheler, mit dem wir die Kooperation
                                                                                                      vereinbart haben, freut sich über die
                                                         Als uns der langjährige Lieferant, der       Perspektive der langfristigen Beliefe­
                                                         Albhof in Böhmenkirch, vor einem Jahr        rung mit seiner Milch und wir freuen
                                                         mitgeteilt hat, dass der Hof komplett        uns über einen neuen, verlässlichen
                                                         aufgegeben wird, haben wir uns auf           Partner direkt aus der Region.
                                                         die Suche nach einem regionalen
                                                         Milchlieferanten gemacht. Das war            Übrigens:
                                                         nicht einfach, da wir die Vollmilch          Auf unserem Instagram­Account
                                                         pasteurisiert benötigen und nicht als        Baeckerhaus_Veit gibt es einen tollen
                                                         Rohmilch verarbeiten können.                 Kurzfilm dazu!
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