So bleibt Ihr Brot länger frisch.
Ein paar einfache Hinweise von unserem Brot-Sommelier – damit gutes Brot auch am dritten Tag noch gut ist.

Gutes Brot verdient die richtige Lagerung, um seinen vollen Geschmack und die knackige Kruste lange zu bewahren. Unser Brot-Sommelier Oliver Lahde verrät, welche typischen Alltagsfehler Sie vermeiden sollten und wo Ihr Brot am besten aufgehoben ist. Nutzen Sie diese einfachen Handgriffe für spürbar mehr Frische und Genuss bei jedem Laib.
Das Problem beginnt oft im Auto.
Ein typischer Morgen: schnell beim Bäcker vorbei, ein Vesper, ein Kaffee, und das Brot fürs Abendbrot gleich mit – bitte geschnitten. Das Brot wandert in den Folienbeutel, der Folienbeutel auf den Beifahrersitz. Dann ein langer Arbeitstag, das Auto in der Sonne, im Innenraum wird es warm. Und während wir im Büro sitzen, schwitzt unser Brot stundenlang im geschlossenen Beutel.
Genau hier entsteht das Problem. Im feucht-warmen Klima des Folienbeutels staut sich die Luft – ein idealer Nährboden für Schimmel. Dabei lässt sich das mit ein paar einfachen Handgriffen vermeiden.
Warum ein ganzer Laib länger frisch bleibt.
Unser Brot-Sommelier Oliver Lahde rät, Brot möglichst nicht geschnitten zu kaufen. Ein ganzer Laib hat weniger offene Fläche, über die er austrocknen kann – er bleibt dadurch spürbar länger frisch. Und das Anschneiden zu Hause hat seinen eigenen Reiz: Mit einem guten Brotmesser ist das Geräusch, wenn die Klinge durch die knusprige Kruste fährt, fast schon ein kleiner Genussmoment für sich.
Angeschnittenes Brot bewahren Sie am besten wieder in der Bäckertüte auf, mit der Schnittfläche nach unten gestellt. So trocknet die angeschnittene Seite nicht aus.
Der richtige Platz für Ihr Brot.
Wer Brot über mehrere Tage frisch halten möchte, ist mit einem Brotkasten gut beraten. Noch besser eignet sich ein Topf aus Ton oder Keramik, etwa ein Römertopf. Die Poren des Materials nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und geben sie langsam wieder ab. So entsteht ein ausgeglichenes Klima, in dem das Brot weder austrocknet noch schimmelt.
Wichtig dabei: Der Behälter sollte einmal pro Woche mit Essigwasser ausgewischt werden. Brotkrümel und Restfeuchte fördern sonst die Schimmelbildung. Und er sollte nicht in der Sonne stehen – ein schattiges Plätzchen mit 18 bis 22 Grad ist ideal.
Eine Bitte noch: Bewahren Sie Brot nicht im Kühlschrank auf. Das klingt naheliegend, ist aber das Gegenteil von gut. Im Kühlschrank trocknet Brot besonders schnell aus und verliert sein Aroma.
Gutes Brot hat es verdient.
Ein Brot, das mit Zeit gebacken wurde, mit Natursauerteig und frisch gemahlenem Korn, sollte nicht im Folienbeutel auf dem Beifahrersitz enden. Die richtige Aufbewahrung ist kein großer Aufwand, sie ist nur eine Frage der Gewohnheit. Und sie sorgt dafür, dass Sie von Ihrem Brot lange etwas haben.