
Jeden Tag backen wir voller Leidenschaft.
Das bedeutet für uns: täglich vier selbstangesetzte Natursauerteige, frisch gemahlenes Vollkorn aus eigenen Steinmühlen und Teige, die so viel Zeit bekommen, wie sie brauchen. Für uns ist das kein besonderer Aufwand, sondern Standard, seit fast 100 Jahren. Unsere Rohstoffe kommen aus der Region: Leinsamen aus eigenem Anbau, Milch vom Schönbuchhof in Walddorfhäslach und Äpfel aus der eigenen Plantage. Seit über 15 Jahren rekultivieren wir alte Getreidesorten. Von unserem Dickkopfweizen können wir dadurch bereits über 60 Tonnen Getreide ernten, direkt ums Eck hier in Bempflingen und Umgebung. Wir kennen die Menschen, die unsere Rohstoffe anbauen, schätzen unsere langjährigen Partner und lieben die Nähe zu unseren Landwirten.


Seit 1927 stark in der Region verwurzelt.
Was 1927 als kleine Dorfbäckerei in Bempflingen begann, ist heute ein Unternehmen mit über 40 Standorten und über 400 Mitarbeitenden. In der Größe, in der Reichweite und in dem, was wir können, sind wir stetig gewachsen. Gleich geblieben ist die Überzeugung, mit der wir angefangen haben: Wir lieben es zu backen. Als Handwerksbäckerei, mit Rohstoffen aus der Region, die unsere Leidenschaft verdienen.
Fast ein Jahrhundert Bäckerhaus Veit.
Ein Auszug aus unserer Chronik: Sechs entscheidende Stationen, die zeigen, wer wir sind und wie wir denken.

Der Anfang einer Dorfbäckerei.
Albert und Mathilde Veit gründen eine kleine Bäckerei in der Ortsmitte von Bempflingen. In den Anfangsjahren bringen die Bempflinger ihren selbst gemachten Teig noch zum Backen vorbei. Der Dorfbäcker als Backstube der Gemeinschaft: Dies zeigt, wie tief das Bäckerhandwerk damals im Alltag der Menschen verwurzelt war.

Die zweite Generation.
Ältester Sohn Richard Veit, gelernter Bäckermeister und Konditor, übernimmt die Dorfbäckerei. Mit einer klaren Vision für Qualität und Frische entwickelt er eigene Rezepturen und legt damit den Grundstein für das, was Veit bis heute ausmacht.

Der Umzug auf die grüne Wiese.
Richard Veit und seine Frau Adelheid entscheiden sich für einen Neubau am Ortsrand von Bempflingen, in der Weidachstraße 8. Auf der grünen Wiese entsteht eine größere Backstube, in der die neue Idee vom Handwerk auf mehr Raum trifft. Der Umzug markiert den Übergang von der Dorfbäckerei zur wachsenden Handwerksbäckerei. Bis heute wird von hier aus für die gesamte Region gebacken.

Backen am Ort des Verkaufs.
Richard und Adelheid Veit installieren als Erster Bäcker in der Region Backöfen direkt in den Fachgeschäften. Brezeln und Kleingebäck wird im Teig transportiert und frisch vor Ort gebacken. Eine Idee, die heute selbstverständlich klingt. Damals war sie eine kleine Revolution.

Täglich frisch mahlen.
Richard Veit schafft die ersten eigenen Getreidemühlen an, damals von Schnitzer. Seitdem wird das Korn für alle Vollkornbackwaren täglich frisch geschrotet und gemahlen, heute auf drei Steinmühlen aus Osttirol. 1981 folgt der konsequente Verzicht auf Fertigbackmischungen und alle Rezepturen werden eigene Rezepturen. Beides gilt bis heute.

Die Rettung des Dickkopfweizens.
Gemeinsam mit Pflanzenzüchter Prof. Dr. Jan Sneyd, Susanne Erb-Weber und Erdmute Veit-Murray startet das Bäckerhaus Veit die Rekultivierung des Schwäbischen Dickkopf-Landweizens. Eine Getreideart, die in der Region um 1950 praktisch ausgestorben war.

Eine Investition in die Zukunft.
Die Backstube in Bempflingen wird um 1.400 Quadratmeter erweitert. Mehr Platz für lange Teigführung, mehr Kühlfläche für reifende Teige. Mehr Raum auch für unser Team: neue Sozial- und Sanitärräume, dazu eine Terrasse für die Pausen. Beim Bau haben wir auf Nachhaltigkeit geachtet, so kam auch eine Photovoltaikanlage auf das Dach.

Die dritte Generation.
Cornelia Veit wird Geschäftsführende Gesellschafterin. Die gebürtige Bempflingerin die in San Francisco studierte und lange in den USA lebte, führt das Familienunternehmen weiter. Im selben Jahr eröffnet das Café am Lindenplatz mitten in Bempflingen, nur wenige Schritte von der Stelle entfernt, an der 1927 die Dorfbäckerei gegründet wurde. Ein Kreis schließt sich.
Handwerk, das man schmeckt.
Wer wissen möchte, wie wir backen, was uns bei der Auswahl unserer Rohstoffe antreibt und warum alte Getreidesorten keine Nostalgie sind, sondern Zukunft, der findet mehr auf unserer Handwerk-Seite.
Unser Engagement.
Eine Bäckerei ist Teil eines Netzwerks aus Landwirten, Imkern, Mühlen, Lieferanten und Kunden. Aus Streuobstwiesen, Feldern und Bienen, ohne die das Ganze nicht funktioniert. Was uns als Familienunternehmen seit Jahrzehnten antreibt, ist die Überzeugung, dass dieses Netzwerk und sein Umfeld gepflegt werden müssen. Nicht in großen Gesten, sondern in vielen kleinen Entscheidungen.
Regionale Landwirte
Unser wichtigstes Getreide wächst nicht irgendwo, sondern bei Landwirten, die wir persönlich kennen. Den Dickkopfweizen bauen Heinrich Bazlen auf dem Tannenhof in Metzingen und Bernd Huber auf dem Bergwiesenhof in Bempflingen für uns an. Richards Rotkornweizen wächst bei Bernd Schweiss in Grabenstetten auf der Schwäbischen Alb. Vertragsanbau mit alten Sorten ist kein leichtes Geschäft: Ein Hagelschauer oder ein verregnetes Frühjahr entscheidet über die Ernte eines ganzen Jahres. Umso wichtiger sind uns faire Preise und Partnerschaften, die über viele Jahre halten. Mit Heinrich Bazlen arbeiten wir seit 2014 zusammen.
Regionale Partnerschaften
Was wir nicht selbst anbauen, beziehen wir von Partnern aus der Region. Viele davon sind Familienbetriebe wie wir, und mit vielen arbeiten wir seit Jahren zusammen, mit manchen seit Jahrzehnten. Das gilt für unsere Mühlen genauso wie für Wurst, Eier und Kaffee. Sogar unsere Bäckertüten kommen seit über 35 Jahren von einem Unternehmen aus dem Nachbarort. Und wenn in Backstube oder Filiale etwas zu reparieren oder zu bauen ist, holen wir uns Handwerksbetriebe aus der Umgebung. Kurze Wege gelten bei uns eben nicht nur für Rohstoffe.
Tafeln in der Region
Was wir backen, soll gegessen werden. Deshalb spenden wir täglich Backwaren an die Tafeln in Reutlingen, Metzingen und Nürtingen. Dort kommen sie Menschen zugute, die mit wenig Geld auskommen müssen, und das in derselben Region, in der sie gebacken wurden. Für uns ist das keine einmalige Spendenaktion, sondern fester Teil unseres Alltags. Zusammen mit Too Good To Go sorgt es dafür, dass von einem guten Brot am Ende des Tages möglichst wenig übrig bleibt.
Eldoret Kids Kenia e. V.
Manche Verbindungen reichen weit über die Region hinaus und beginnen trotzdem in Bempflingen. Den Verein Eldoret Kids Kenia hat die Bempflingerin Birgit Zimmermann ins Leben gerufen, 2013 wurde er hier im Ort gegründet. In der kenianischen Stadt Eldoret trägt er das Badilisha Maisha Centre: Es nimmt Straßenkinder auf und begleitet sie auf ihrem Weg zurück in ihre Familien, mit Schulgebühren, Arztbesuchen und Hilfe bei der Ausbildung. Wir unterstützen den Verein seit vielen Jahren, unter anderem mit Spendenaktionen in unseren Filialen. Für den Verein ist das nach eigenen Worten ein wichtiger Baustein, um die Arbeit vor Ort zu finanzieren.
Slow Food Arche
Wir unterstützen die Slow Food Bewegung seit vielen Jahren und sind seit 2019 offiziell „Slow Food Unterstützer". Mit zwei rekultivierten Arche-Passagieren sind wir bundesweit die einzige Bäckerei, die zwei dieser bedrohten Getreidesorten anbaut und in Backwaren zurückbringt.
Too Goo To Go
Bis zu 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen. Das ist uns zu viel. Über die Too Good To Go-App geben wir Backwaren, die bis abends nicht verkauft sind, zu reduziertem Preis ab, anstatt sie zu vernichten.

Das beste Getreide für unsere Backwaren.
Bevor das erste Brot in den Ofen kommt, steht eine Entscheidung am Anfang: welches Getreide. Wir verarbeiten Sorten, die wir genau kennen – darunter zwei alte schwäbische Weizensorten, die wir selbst rekultivieren, und Leinsamen aus eigenem Vertragsanbau auf der Schwäbischen Alb. Hinzu kommen Weizen, Dinkel und Roggen von Mühlen aus der Region.
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