Ein traditioneller Hefekranz wird geflochten.
Handwerk

Traditionell und hochwertig.

Ein Blick in unsere Backstube: Hier wird mit den Händen gearbeitet, mit dem Wissen aus fast 100 Jahren und mit Zutaten, die wir uns mit Bedacht aussuchen. Dass wir bei den täglichen Mengen ohne Maschinen nicht auskommen, ist klar. Aber sie ersetzen das Bäckerhandwerk nicht, sie ergänzen es: Hefekränze werden von Hand geflochten. Brote werden von Hand geknetet. Unsere vier verschiedenen Natursauerteige setzen wir täglich selbst an, mehrstufig geführt und ohne Abkürzung. Teige, die Zeit und besondere Aufmerksamkeit brauchen, bekommen das auch. Um Richard Veit zu zitieren: „Jeder Teig muss mindestens einmal eine Hand spüren.“

Ein Bäckermeister lächelt und knetet Teig in der Backstube.
Teig wird zum Ruhen in Mehl gelegt.

Zeit und Ruhe für volle Geschmacks-entfaltung.

Was im Stillen geschieht, schmeckt man später: Während ein Teig ruht, entwickeln sich die Aromen, die unseren Backwaren ihren unverwechselbaren Geschmack geben. Stärke wird abgebaut, Kleberstrukturen bilden sich, der Geschmack wird tiefer und das Brot bekömmlicher. Manche unserer Brötchen ruhen bis zu 40 Stunden, bevor sie in den Ofen kommen.

Was unser Getreide so besonders macht.

Gutes Handwerk beginnt nicht erst in der Backstube, sondern auf dem Feld. Drei Getreidesorten stehen exemplarisch für unsere Arbeit: zwei alte Sorten, die wir gemeinsam mit Pflanzenzüchter Prof. Dr. Jan Sneyd vor dem Vergessen bewahrt haben, und ein Klassiker, der die schwäbische Backstube seit Generationen prägt.

Aquarell von Rotkorn Ähren wird mit einem feinen Pinsel gemalt.
Handgemaltes Aquarell von Dickkopf Ähren.

Schwäbischer Dickkopf-Landweizen

Eine alte schwäbische Weizensorte mit hohem Proteingehalt und nussigem Geschmack, die das Landschaftsbild der Region früher einmal prägte. Seit 2008 rekultivieren wir sie gemeinsam mit Pflanzenzüchter Prof. Dr. Jan Sneyd. 2013 wurde der Dickkopfweizen als Slow Food Arche-Passagier anerkannt und 2021 zeichnete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unser Projekt als nationales Leuchtturmprojekt aus.

Handgemaltes Aquarell von Rotkorn Ähren.

Richards Rotkornweizen

Benannt nach Richard Veit, dem Sohn unseres Gründers Albert Veit und Geschäftsführer in zweiter Generation. Eine robuste, für die schwäbischen Böden gut geeignete Weizensorte mit kräftig roter Schale und einem eigenständigen, nussigen Aroma. Seit 2010 bauen wir den Rotkornweizen gemeinsam mit Prof. Dr. Jan Sneyd an. Nach vier Jahren Vermehrungsarbeit konnten wir 2014 das erste Brot daraus backen. Heute wird er für uns auf der Schwäbischen Alb angebaut.

Handgemaltes Aquarell von Dinkel Ähren.

Dinkel

Das Schwabenkorn. Über 4000 Jahre alt, robust und genau richtig für das damals raue Klima der Schwäbischen Alb. Genau von dort beziehen wir unseren Dinkel. Wir verwenden ausschließlich Franckenkorn, eine reine Dinkelsorte ohne Weizeneinkreuzung. Mit Dinkel backen wir seit 1983 und dank dieser über 40-jährigen Erfahrung wissen wir genau, was Dinkel braucht: eine speziell angepasste Teigführung und ein Gespür für die Eigenheiten seines Klebers, der sich anders verhält als der von Weizen.

Drei Steinmühlen, täglich in Bewegung.

Drei große Steinmühlen aus Osttirol stehen in unserer Backstube. In ihnen mahlen wir das Getreide für unsere Vollkornbackwaren täglich frisch, jeden Morgen aufs Neue. Das Mehl, das daraus entsteht, wird noch am selben Tag verarbeitet. Der Aufwand hat einen guten Grund: Vollkorn ist ein wertvoller Rohstoff. Es enthält deutlich mehr Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als helles Mehl. Diese Stoffe bauen sich nach dem Mahlen rasch ab. Wer sie erhalten will, muss schnell sein. Schon Richard Veit war das wichtig, als er 1980 die ersten Mühlen anschaffte. Bis heute ist das nicht selbstverständlich in der Branche. Bei uns ist es Standard.

Steinmühle mahlt Vollkorn.

Leinsamen von der Schwäbischen Alb.

Lein war einmal ein selbstverständliches Gewächs auf den Feldern der Schwäbischen Alb. Seit 2017 bauen wir ihn gemeinsam mit unseren Vertragspartnern wieder an. Heute decken wir unseren gesamten Bedarf aus dieser regionalen Ernte. Leinsamen gibt unseren Backwaren ein feines, nussiges Aroma. Aber er steht auch für etwas Größeres: dass eine Pflanze in der Region wieder zuhause sein darf, weil jemand die Verantwortung dafür übernimmt.

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Nachhaltigkeit

Regional aus Über­zeugung.

Regionalität ist für uns kein Etikett, sondern ein Netzwerk aus Menschen, die wir kennen. Viele unserer Partner begleiten uns seit Jahrzehnten. Aus dem persönlichen Austausch sind Beziehungen gewachsen, in denen wir voneinander lernen und aufeinander bauen. Wir brauchen unsere Lieferanten, und unsere Lieferanten brauchen uns. Partnerverträge leben nicht von der Unterschrift, sondern von den gemeinsamen Zielen und Bedürfnissen, die dahinterstehen.

Zwei Männer stehen in einem Getreidefeld und begutachten eine Ähre.

Woher unsere Zutaten kommen.

Wir setzen für unsere Backwaren nur qualitativ hochwertige Zutaten ein, die, soweit das möglich ist, aus unserer Region und möglichst aus Baden-Württemberg stammen.

Getreide

Unser gesamtes Getreide stammt aus Baden-Württemberg. Die alten Sorten Dickkopfweizen und Richards Rotkornweizen wachsen im exklusiven Vertragsanbau bei Landwirten aus der Region. Dinkel beziehen wir von der Schwäbischen Alb, Roggen und Weizen von Mühlen aus der Region. Was wir für Vollkorn brauchen, mahlen wir täglich frisch in unseren eigenen Steinmühlen.

Leinsamen

2017 haben wir Lein im Vertragsanbau bei regionalen Partnern wieder heimisch gemacht. Heute decken wir unseren gesamten Leinsamen-Bedarf aus eigenem Anbau. Ein feines, nussiges Aroma in unseren Backwaren, und eine alte Pflanze, die wieder wachsen darf, wo sie hingehört.

Äpfel

Knackig, frisch und regional: Der Großteil unserer Äpfel reift auf der eigenen Apfelplantage, die 2004 von Richard Veit angelegt wurde. Sie wird ohne Glyphosat bewirtschaftet. Müssen wir für unsere Kuchen und Gebäcke zukaufen, stammen die Äpfel ausnahmslos aus Baden-Württemberg.

Frische Milch

Unsere frische Vollmilch für Laugengebäck, Hefegebäck und andere Backwaren kommt vom Schönbuchhof in Walddorfhäslach. Ein kurzer Weg vom Erzeuger zu uns, eine langfristige Partnerschaft mit einem Betrieb, den wir kennen.

Frische Eier

Wir verwenden ausschließlich Eier aus Bodenhaltung. An vielen unserer Standorte bieten wir außerdem Eier vom Falkenhof in Unterensingen zum Mitnehmen an. Ein Familienbetrieb, wie wir einer sind.

Bienenhonig

Für unseren Honig arbeiten wir mit der Imkerei BienenElfe von Birgit Wester in Reutlingen zusammen. Ihre Bienenvölker dürfen an einem Standort bleiben und müssen nicht wandern. Mit mehreren Bienenpatenschaften unterstützen wir sie aktiv, denn heimische Imkerei ist gelebter Umweltschutz.

Wurst­spezialitäten

Für unsere belegten Brötchen, Snacks und Frühstücksangebote arbeiten wir mit der Meistermetzgerei Oskar Zeeb aus Reutlingen zusammen. Ein Familienbetrieb wie wir, gegründet 1926, mit einem hohen Anspruch an Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit.

Kaffee

Für den Kaffee in unseren Cafés setzen wir auf Seeberger, ein Familienunternehmen aus Ulm, und auf eine schonende Zubereitung. So entsteht in der Tasse ein Espresso mit Charakter und ein Kaffee, der nach etwas schmeckt.

Salat & Gemüse

Frische, die man schmeckt: Die knackigen Salate, das frische Gemüse und Obst für unsere Snacks und Toppings liefern uns zwei regionale Partner. Kurze Wege, vertraute Gesichter, verlässliche Qualität.

Veit App

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